Petra Lex & Nikolaus „Pessi“ Pessler

Gemeinsam betreiben wir das Büro für Pessi_mismus, ein Projekt für Kunst, Aktionen, Ausstellungen und Dialog. Wir begreifen Kunst als Lebensmittel. Das Ziel: Elitäre Intelektuellenszenen, Bobo- und Spekulationskunst aufbrechen und zugänglicher machen. Dieses Vakuum nicht nur vierzehntägigen Toskana-Sommermalkurs-teilnehmenden überlassen, raus gehen zu den Menschen auf Straßen, Plätze oder Parks, in Gemeindestuben, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen. Unser teils martialischer Stil ist reine Absicht, Verwirrung ist erwünscht, ein Sprengen des „Links-rechts-Schemas“ Teil der Kunst.

„Raus aus der Komfortzone!“

Wir sind fest davon überzeugt, dass Kunst einen Beitrag zu einer offenen und toleranten Menschheit leisten kann und muss. Perspektiven zu wechseln, Blickwinkel zu ändern und immer wieder nachfragen und dazulernen sind Voraussetzungen für Lernen und Entwicklung. Dazu leisten wir mit unseren Stärken einen Beitrag.

Nur in/mit einem Büro läßt sich das natürlich allein nicht bewerkstelligen - darum fliegen wir zu Frau, Mann und Kind mit dem „Flying Circus“ ...

Petra Lex

Geboren, als die Republik grad 50 war und aus dem Gröbsten draussen, sehe ich mich privilegiert einerseits, belastet andererseits. Liegt es doch auch an mir - wie an meiner ganzen Generation - das Leid und das Trauma der beiden Kriege aufzuräumen, und klar Schiff zu machen für die folgenden Generationen. Ich wünsche mir ein gutes Leben für meine Töchter und uns alle.

"Demokratie heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen." Max Frisch

 

Als Mutter, Gemeinwesenarbeiterin und Mediatorin trage ich Verantwortung. Als Künstlerin und Kulturvermittlerin habe ich Möglichkeiten, mit denen ich - ein bissl dort, ein bissl da - zu einem guten Leben für ALLE beitragen kann.

Gemeinsam mit den verschiedensten Menschen an unterschiedlichsten Orten.

 

 

Nikolaus Pessler

Es gibt kaum einen Maler, bei dessen Menschenbildern einem sofort klar ist: Ein Mensch ist einer, der sich der Welt entgegenstellt. Und es ist keine angenehme Welt, in der sich Pesslers Figuren behaupten müssen; ja es scheint sich bei diesen Schauplätzen, wenn schon nicht um die Hölle, so doch um die bösartige Essenz dieser Welt zu handeln.

Kaum ein Massenmörder, der da nicht auftaucht, und kein Tatort, der da ausgespart bleibt. Ein brutaler Spin-off der Weltgeschichte, der bis in die Zeiten von Dschingis Khan zurückreicht. In diesen Bildern verclustern sich Geschichte, Politik, Krieg, Unterhaltungsindustrie und Kunstmarkt zu exemplarisch verdichteten Szenarien aus Malerei und Zeichentrick.

Lassen wir uns aber auch nicht täuschen von Pesslers Themen. Was als Sujet nämlich sofort kompakt vorm Betrachter steht, das offenbart erst bei näherem Hinschauen das außerordentliche Talent des malerischen Vortrags.

E. Michenthaler

 

Wer sehen will:

PORTRAITS           POLITISCH KORREKTES          DIGITAL WORKS

 

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